Stuckateurmeister Marcus Hoffmann
Ausbau eines Dachbodens in einem EFH aus dem Jahr 1915.
Da in diesem Haus viel Lehm- und Kalkputz verarbeitet wurde, entschloß sich der Eigentümer auch bei der Sanierung auf diese Baustoffe zurück zu greifen.
Als Untergrund wurden hier Holzbohlen vorgefunden.
An diesen wurden vorgefertigte Schilfrohrmatten als Putztäger befestigt.
Für alle Putzschichten wurde ein Luftkalkmörtel verwendet.
Die Mischung mit Sand erfolgte im Verlauf Grobkorn zum Feinkorn.
-Vorspritz 0-4mm
- Unterputz/Grundierung 0-2mm
-Feinputz/Feinschicht 0-1mm
Dachschrägen und Giebelspitzen wurden mit Kalkmörtel im Verhältnis 1Teil Kalk, 3 Teile Sand ( 0-4mm) vorgespritz und dann mit einem Kamm ( zur besseren Haftung der folgenden Schichten) aufgekämmt.
Als Amierung wurde Dachshaar verwendet und mit in den Mörtel eingemischt.
Nach ausreichender Trocknung, in diesem Fall betrug die Trockenzeit 6 Tage.
Konnte man die Grundierung oder auch Unterputz gennant anbringen.
Diese wurde wieder im Verhältnis 1Teil Kalk und 3 Teile Sand ( Sand 0-2 mm) inklusive Dachshaarzusatz angemischt,
auf die vorgespritzten Flächen aufgetragen, dann mit Schmiege ( Kardätsche) und Flächenspachtel verzogen und geglättet.
An den vorspringenden Kaminen wurde auf die heute üblichen Eckschutzprofile (Eckschoner) verzichtet. Stattdessen wurde wie zu früheren Zeiten üblich mit Latten eine scharfkantige und lotgerechte Ecke hergestellt.
Nach dem Ansteifen wird die Oberfläche rabotiert ( ca. 2-4 Tage, abhänig vom Untergrund, Temperatur und Luftfeuchte).
Die geschieht um eine entstandene Sinterhaut abzutragen, entstandene Unebenheiten zu egalisieren und um den Unterputz für den Feinputz zur besseren Haftung etwas anzurauen.
Stuckateurmeister
Marcus Hoffmann
Hahnenstraße 55
50171 Kerpen
Telefon: 02237/603622
E-Mail: info [at] stuck-hoffmann [punkt] de
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